Vergüteanlagen für gegossene Räder

Dieser Ofentyp ist speziell für das Lösungsglühen, Abschrecken und Warmauslagern von Rädern aus Aluminiumguss konzipiert. Bei diesem Anlagenkonzept wurde besonderer Wert auf Energieeinsparung, Wartungsfreundlichkeit und Flexibilität gelegt.

Die Räder werden ohne Glühgestelle durch die gesamte Linie mit einem mehretagigen Hub-Balken-System gefördert.

Der Ofen wird im Mixbetrieb gefahren, d.h. der Raddurchmesser kann von Rad zu Rad zwischen 14“ und 24“ variieren. Die Ofenbeheizung erfolgt direkt mit Erdgas-Brennern in der Ofenkammer. Durch die optimale Verbrennung und den Einsatz von Rekuperator-Brennern in den ersten Zonen ermöglicht diese Lösung eine Optimierung des Energieverbrauchs.

Im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen mit Glühgestellen wurde, um Energie einzusparen, ein System ohne Glühgestelle entwickelt. Die zu behandelnden Teile werden über einen Rollgang zugeführt, ausgerichtet,
vermessen und positioniert. Sobald die Charge vollständig zusammengestellt ist, wird sie vom Belade-manipulator in den Ofen abgesetzt.

Der Werkstücktransport erfolgt über ein Hubbalken-System. Dabei handelt es sich um eine Weitereinwicklung des in der Wärmebehandlung von Stahl eingesetzten Hubschrittförderers, wo bekanntlich hohe Anforderungen an die Robustheit und Zuverlässigkeit der Fördertechnik gelten (Beschreibung s.u.). Der Transport erfolgt mit langsamer Geschwindigkeit unter Ausnutzung der vollen Taktzeit, um so Beschädigungen des Produkts im    Auflagebereich zu vermeiden.

Hinter dem Lösungsglühofen entnimmt ein Manipulator die Räder und taucht sie in das Abschreckbecken.
Danach werden die Teile in den Warmauslagerungsofen gefördert, in dem die Behandlung zu Ende geführt wird.

Am Ende der Warmauslagerung werden die Räder von einem Manipulator übernommen und auf der Austrag-Rollenbahn abgelegt. Nach diesem Vergüteprozess werden die Räder in einer Kühleinrichtung mit Kaltluft
herunter gekühlt.

Die gesamte Anlage wird von einer SPS gesteuert, die alle Bewegungsabläufe, Temperaturen und den Betrieb der Motoren überwacht. Ein PC mit einer Visualisierung-Software dient zur Kontrolle aller Betriebsparameter und zum Speichern aller Betriebsdaten der Anlage.

Wärmebehandlungsanlage zum Lösungsglühen und Warmauslagern von gegossenen Leichtmetallrädern

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Vorteile:

Sehr energieeffizient, da

  • keine Glühgestelle erwärmt werden müssen (kein „Totgut“)
  • bedingt durch die Art des Transportes keine Wanddurchführungen erforderlich sind
  • sehr wartungsfreundlich, da alle Elemente von außen erreichbar sind
  • sehr kompakte Aufstellung in Linie oder in U-Form

Besondere Merkmale der Anlage:

Beschreibung des Bewegungsablaufs des Fördersystems im Ofen:

Alle Bewegungsabläufe erfolgen sehr langsam, um Vibrationen und damit einhergehende Beschädigungen oder Spuren auf den Rädern zu vermeiden.

Stufe 1 – Heben

Das bewegliche Innengestell wird mit allen Rädern angehoben. Die Räder werden von dem stationären Rahmen abgehoben.

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Stufe 2 - Vorschub

Das Innengestell wird gemäß der eingestellten Schrittweite vorgefahren. Die Schrittweite ist abhängig von den max. Abmessungen der Produkte.

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Stufe 3 - Senken

Das Innengestell wird abgesenkt und legt die Räder wieder auf dem stationären Rahmen ab.

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Stufe 4 - Rücklauf

Das Innengestell bewegt sich unter den Rädern weg und kehrt zu seiner Startposition zurück, um den nächsten Zyklus zu beginnen.

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  • Tom Schmidt
    OTTO JUNKER GmbH
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