Auszug aus der Publikation der "KFW-Kornel Fohn-Werkzeuge", Ausgabe Mai 2011

Teilnehmer im Portrait: Otto Junker GmbH belegt den dritten Platz der Zerspannungsmeisterschaft

We understand metals - Wir verstehen Metalle: So lautet der Slogan des traditionsreichen nordeifeler Unternehmens Otto Junker GmbH. Gegründet wurde die Firma 1924 in dem kleinen Ort Lammersdorf durch Otto Junker, um die von seinem Vater Andreas Junker entwickelte wassergekühlte Kokille für die NE-Halbzeugindustrie zu produzieren und zu vermarkten.

In fast 90 Jahren wurde aus einem Handwerksunternemen ein Konzern mit 450 hochqualifizierten Mitarbeitern. Diese arbeiten in den drei Unternehmensbereichen Induktionsschmelzanlagen, Thermoprozessanlagen und Edelstahlgießerei.

Im Bereich der Induktionsschmelzanlagen und Thermprozessanlagen bietet die Firma Otto Junker GmbH eine komplette Prozesskette für ihre Kunden vom Chargieren, Schmelzen, Legieren, Gießen bis zur Glüh-, Beiz-, Kühl-, Vergütungs- sowie Verzinnungs- und Verzinkungsanlagen. Die Kunden kommen aus der Eisen-, Aluminium- und Kupferindustrie. Durch die Zunahme erneuerbarer Energien gewinnt die spezielle Kompetenz von Otto Junker im Bereich der Siliziumschmelztechnologie immer mehr an Bedeutung. Aus der Versuchsgießerei zur Erprobung der eigenen Schmelz- und Gießanlagen entwickelte sich der dritte Geschäftsbereich, die Edelstahlgießerei. Hier werden Bauteile bis zu 6.000 mm Durchmesser und 10.000 kg Rohgewicht aus hochlegierten Gußwerkstoffen (Eisen-, Nickel- und Kobaltbasis), Duplex/Superduplex, NiCu-Legierungen und Reinnickel gefertigt. In der mechanischen Fertigung können diese Bauteile auf CNC-Spitzendrehmaschinen (600 mm Spitzenhöhhe, 3.500 mm Spitzenweite) und Karusselldrehmaschinen bis 6.000 mm Durchmesser sowie 5-Achsen-Portalbearbeitungszentren (2.000 x 3.000 mm) in klimatisierter Atmosphäre bis zu einem Stückgewicht von 10 Tonnen bearbeitet werden.

Am Anfang des Unternehmens stand eine patentierte Erfindung und das Studium von Otto Junker an der RWTH Aachen, was in der landwirtschaftlichen Gemeinde Lammersdorf ein Novum war. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Forschung und Entwicklung, Aus- und Weiterbildung auch heute noch Grundlage des Unternehmenserfolges bilden. Seitdem der Firmengründer Otto Junker im Jahr 1982 kinderlos verstarb, gehört das Unternehmen der Otto Junker Stiftung mit dem Ziel, das Gießerei-Institut und weitere Einrichtungen der RWTH Aachen mit der Finanzierung praxisrelevanter elektro-, maschinen- und ofenbautechnischer Projekte sowie seine Studenten und Doktoranden zu unterstützen. Jährlich wird der Otto Junker Preis für herausragende Diplomarbeiten vergeben und Studenten mit Stipendien unterstützt. Mehr als 15 Mio. € wurden so seit Stiftungsgründung bereits an die Destinatärin ausgeschüttet. Doch auch für die Grundlagenforschung zur Fertigung und in der Ausbildung junger Menschen ohne universitäre Bildung engagiert sich das Unternehmen als größter Ausbildungsbetrieb der Region mit zur Zeit 25 Auszubildenden.

Zerspanungsmeisterschaft 2010
Zerspanungsmeisterschaft 2010
 

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