Mehrkammerschmelzöfen

Mehrkammerschmelzöfen mit integrierter Rauchgasbehandlung und Wärmerückgewinnung zur Vorwärmung des Einsatzmaterials werden vorwiegend an die Sekundäraluminiumindustrie geliefert. Diese Anlagen sind zum umweltfreundlichen Recycling verunreinigten Aluminiums geeignet. Sie erfüllen bzw. übertreffen strengste Luftreinhaltungsvorschriften, auch im Hinblick auf Dioxin-Emissionen. Die Beschickung kann bei diesem Ofentyp an drei Stellen erfolgen:

Blockmaterial zur Herstellung des Sumpfes beim Anfahren, zur Analysenkorrektur oder Verbesserung der Schmelzleistung können auf die trockene Rampe in der Heizkammer chargiert werden, wo die Brenner montiert sind. Schrottpakete und loser Leichtschrott können in den geschlossenen Vorherd eingebracht werden. Die Beschickung mit kleinstückigem Schrott (z. B. Besäum- oder Stanzschrott, Späne usw.) kann über den Chargierherd erfolgen.

Für den Metallumlauf zwischen den Kammern sorgt je nach Anwendung und Etat eine elektromagnetische oder mechanische Pumpe. Die Chargierung in den Vorherd kann durch eine spezielle Chargiermaschine erfolgen, die sich absolut dicht an den Ofen anlegt, so dass beim Beschicken keine Rauchgase in die Halle entweichen. Alle Rauchgase werden der integrierten thermischen Nachverbrennungsanlage zugeleitet und dann über die Rauchgasfilteranlage ins Freie abgeleitet.

Die Schmelzleistung solcher Öfen kann bis zu 10 t/h erreichen, je nach Chargenzusammensetzung und Badinhalt (in der Regel 50 bis 100 t Flüssigmetall).

Das Prospekt "Casthouse" steht nur in englischer Version zum Download zur Verfügung.

 
 

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